Eine Stimme sucht nach Liebe, Ewigkeit und einer Verbindung, die stärker ist als Zeit und Vergänglichkeit. Natur, Sprache und inneres Verlangen öffnen einen Raum zwischen Schmerz, Sehnsucht und Überschreitung.
Werkarchiv
Hörstücke, Drehbücher, Fotografien, Installationen, Videoarbeiten, Filme und Texte.
Diese Website zeigt ausgewählte Arbeiten, Projektinformationen und Materialien. Sie versteht sich als Ort der Sammlung und Dokumentation, an dem abgeschlossene und entstehende Arbeiten sichtbar, auffindbar und weiterführbar werden.
Poetologische Tagesnotiz
Ausgewählte Arbeiten
Hörstücke
Erinnerung, Bilddenken und Zeit öffnen einen Hörraum über Kunst als geistige Notwendigkeit — über Zweifel, Freiheit, Einsamkeit und die Möglichkeit, durch Bilder eine andere Wirklichkeit zu berühren.
Yoshida Kenkōs Aufzeichnungen werden zu einer Folge kurzer Betrachtungen über Vergänglichkeit, Aufmerksamkeit und das Flüchtige der Dinge. Abrufbar in der ARD Mediathek.
Hörstücke / Hörbearbeitungen in Entwicklung
«… der Götter Funke»
Nur sie, die Kunst, sie hielt mich zurück. Ein Hörstück über Kunst als lebensrettende und zugleich verpflichtende Kraft. Aus Briefen, Aufzeichnungen und überlieferten Äußerungen entsteht eine innere Bewegung zwischen Lebenswillen, Verletzlichkeit und Selbstüberwindung. In der Spannung zwischen geistiger Bestimmung und profanem Alltag wird der in das Irdische gebannte „Götter Funke“ zu einem Licht.
«In die Dornen der Zeit …»
Sehnsucht ist ein heilig Merkmal der Wahrhaftigkeit ihres Ziels. Aus Briefen, Erinnerungen und Schriften Bettina von Arnims entsteht eine innere Bewegung zwischen Anschauung, Sehnsucht, Beengung und Selbstbehauptung. Ein Hörstück über die Freiheit des Geistes und die Verengungen seiner Zeit.
Das Kind der Liebe
Kunst zeigt nicht eine andere Welt.
Sie zeigt diese Welt in ihrer geistigen Wirklichkeit.
Eine Denkbewegung nach Friedrich Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen. Das Projekt versteht Kunst als Kind der Liebe: als Versuch, eine verlorene Einheit von Mensch, Welt und Geist wieder erfahrbar zu machen.
Stimmenmuseum
Er sammelte nicht nur Interviews.
Er sammelte das Verschwinden lebendiger Gegenwart.
Ein Hörstück nach Gideon Bachmanns Vox-Humana-Archiv. Stimmen, Fragen, Pausen, Bandrauschen und Gesprächssituationen werden als akustischer Raum erfahrbar: Filmgeschichte ohne Bilder.
Bernhardiana
Ein akustisches Porträt ohne Porträt: Thomas Bernhard spricht, indem er sich entzieht.
Was du im Dunkeln gesehen
Ein Hörstück über Caspar David Friedrich, seine Bilder und die Frage, was im Sehen selbst verborgen bleibt.
Ich aber werde dunkel seyn
Wer zu viel Wirklichkeit empfängt, verliert den Schutz der Form. Eine Hörarbeit über Jakob Michael Reinhold Lenz: über Wahrnehmung, Schutzlosigkeit, Sprache und das Dunkelwerden eines zu hellen Bewußtseins.
Film / Musikfilm / Dokumentation
Ein Musikfilm, entstanden gemeinsam mit dem Komponisten Markus Hechtle. Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Musik, Bild, Klangfarbe und szenischer Bewegung.
Ein Film über Pierre Boulez, sein Denken, seine Arbeitsweise und die musikalische Moderne. Aus Gespräch, Archivmaterial und Beobachtung entsteht eine Annäherung an einen Komponisten, der das Hören des 20. Jahrhunderts geprägt hat.
Eine Erinnerungsarbeit als Videoessay über eine 91-jährige Frau und ihr Haus. Aus Stimmen, Räumen, Fotos und Geräuschen entsteht ein stilles Fragment über Wohnen, Zeit, Leben und Überleben.
Drehbücher / Filmprojekte
Ein dialogloses Kurzfilmprojekt nach einem Motiv von Maurice Blanchot. Eine Bewegung aus Kindheit, Verlust, Suche und Blick in einen leeren Himmel.
Ein reduziertes Kammerspiel in einer Wohnung. Ein Mann betritt einen Raum, in dem Nachrichten, Gegenstände und Wiederholungen beginnen, seine Identität und seine Erwartung zu verschieben.
Eine Begegnung in einem Hotelzimmer. Was zunächst wie eine vertraute Anordnung erscheint, beginnt sich zu entziehen. Vor einer antiquierten Grafik wird eine innere Bewegung sichtbar, die nicht mehr zurückgenommen werden kann.
Der fünfte September
Goethe verläßt am 5. September 1823 Karlsbad. Der Film erzählt nicht die späte Liebe, sondern ihren Nachhall: eine Bewegung aus Abschied, Schweigen und innerer Verwandlung, an deren Ende die Marienbader Elegie steht.
Ein Kammerspiel um einen Mann, ein Haus und eine Schwelle. Räume, Projektionen und ein Labyrinth hinter der Wand verdichten sich zu einer Architektur unbewohnter Liebe.
Eine nächtliche Bewegung durch Bildräume, Erinnerungsfiguren und Erfahrungsreisen, in denen sich Wahrnehmung, Kunst und innere Wirklichkeit verschieben.
Fotografie
Bühnenbilder ohne Handlung. Kunstlicht, Leere, Schwellen. Orte, die nachts sichtbar werden, ohne sich zu erklären.
Installationen / Videoarbeiten
Fundstück eines Schattenflugs. Die Spur einer unbemannten Kampfdrohne, aus einem Krisengebiet ins weltweite Netz geraten, wird zur kreisenden Erscheinung von Gewalt, Entfernung und Beobachtung.
per definitionem. Eine Entgrenzung
Eine Arbeit über Setzung und Auflösung von Raum, Körper, Licht und Wahrnehmung. Was zunächst als Szene erscheint, öffnet sich zunehmend in eine Entgrenzung des Sichtbaren.
Eine dunkle Rauminstallation über Leere, Konservierung und Beobachtung. Malereien, Punktlicht und ein Videomonitor bilden einen Raum, in dem ein leerer Sitzungsraum wie eine gespeicherte Erinnerung erscheint.
Texte / Aufzeichnungen
Das klare Geheimnis
Ein Buchprojekt aus komponierten Abschnitten, Prosainseln, Weißraum, Bildtafeln, Nachtblühen, Gegenwart, Sprache und Klärung.
Blauen
Eine Folge von Haiku über Nacht, Aufscheinen, Unfassbarkeit und Nachklang. Kurze Formen für flüchtige Augenblicke, in denen Wahrnehmung, Bild und Sprache ineinander übergehen.
Archiv / Chronologie
Eine ergänzende Übersicht früher Arbeiten, installativer Projekte, Ausstellungsbeteiligungen, Screenings und biografischer Stationen.