Von fremder Hand
Filmische Fassung desselben Stoffes.
Der Ausfall einer Kamera wird zum Beginn eines anderen Sehens.
Das Surren der Drähte ist wieder da.
Sehr leise.
Er hebt den Kopf.
Die Leitungen hängen reglos zwischen den Masten.
Das Surren verändert sich nicht, und doch hört es sich nach einer Weile anders an.
Er lauscht.
Etwas liegt darin.
Ein Flüstern vielleicht.
Er geht einen Schritt näher an den Mast.
Das Geräusch bleibt.
Nicht eine Stimme.
Viele.
So viele, daß keine einzelne sich herauslösen läßt.
Männer, Frauen, vielleicht Kinder.
Er kann es nicht sagen.
Kein Wort ist verständlich.
Das Flüstern ist leise und gleichmäßig, als sprächen unzählige Menschen sehr weit entfernt zur gleichen Zeit.
Er sieht zu den Drähten.
Nichts bewegt sich.
Das Flüstern bleibt.
Dann wird es wieder zum Surren.
Oder er hört nur noch das Surren.
Er wendet sich zur Senke.
Sie liegt im heißen Licht.
Kein Schatten scheint dort ungewöhnlich.
Kein Baum bewegt sich anders als die anderen.
Er hebt die Kamera.
Im Sucher drei Bäume:
eine helle Birke zwischen zwei dunklen Kiefern.
Er verschiebt den Ausschnitt.
Ein Stück Gras.
Ein Stamm.
Dahinter Schatten.
Er senkt die Kamera.
Die Senke ist wieder da.
Das Flüstern auch.
Vollständiges Manuskript auf Anfrage.
Filmische Fassung desselben Stoffes.