Gegenüber
Filmische Fassung desselben Stoffes.
Am Waldrand verdichtet sich Erinnerung zu einer Erscheinung, deren Wirklichkeit offenbleibt.
Der Weg führt zwischen den Feldern hindurch.
Er ist nicht breit. Zwei schmale Fahrspuren, dazwischen Gras, das im Sommer hart und gelb wird und im Frühjahr so weich ist, daß die Räder darin einsinken. An manchen Stellen liegen Steine im Sand. Die größeren hat jemand an den Rand gelegt. Dort wachsen Disteln, Rainfarn, Wegwarte.
Der Mann fährt langsam.
Das Elektromobil summt kaum hörbar. Nur wenn es eine der Vertiefungen im Weg durchquert, klappert etwas hinten am Sitz. Vielleicht die Halterung des kleinen Korbes. Vielleicht die Batterieabdeckung. Der Mann achtet nicht darauf.
Er kennt jede Unebenheit.
Links steht der Weizen hoch. Rechts liegt ein abgeerntetes Feld, auf dem die Stoppeln schon grau geworden sind. Weiter hinten steigt das Gelände leicht an. Danach fällt es wieder ab und endet an einem dunklen Streifen.
Der Wald.
Eigentlich ist es kein Wald. Nur ein langgezogener Bestand aus Kiefern, Birken, einigen Eichen, Gestrüpp dazwischen. Aber von hier aus sieht er geschlossen aus. Eine dunkle Wand unter dem Himmel.
Der Mann fährt bis zu der Stelle, an der der Weg sich teilt.
Dort hält er an.
Er schaltet den Motor aus.
Das Summen verstummt.
Eine Weile geschieht nichts.
Vollständiges Manuskript auf Anfrage.
Filmische Fassung desselben Stoffes.